Bart Plugers

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Bart Plugers, Photo: Georgi Haritev

Biographie

Bart Plugers ist ein aufstrebender belgischer Sänger und Komponist mit einem ausgeprägten Sinn für Jazz und Popmusik.

Seine Liebe zur Musik begann im jungen Alter von sieben Jahren, als er die klassische Gitarre in die Hand nahm und sie seitdem nicht mehr aus der Hand legte. Später lernte er auch andere Instrumente wie das Klavier und die E-Gitarre. Die unbändige Freude am Singen entfaltete sich während des Studiums an den Kunstschulen PIKOH und Musart, Bart spielte in Bands und schrieb nebenbei Songs. Von Jahr zu Jahr wuchs die Bedeutung der Musik, bis es keinen Sinn mehr gab, sie zu verleugnen.

Im jungen Alter von achtzehn Jahren wird er in die Vokaljazzklasse des Koninklijk Conservatorium Brüssel aufgenommen. Unter der inspirierenden Mentorschaft des ikonischen Vokalisten und Komponisten David Linx ist Bart zu einem vielseitigen Interpreten und Komponisten mit einem ausgeprägten Stil und einer dynamischen musikalischen Persönlichkeit herangewachsen. Seine Liebe zur improvisierten und minimalistischen Musik hat ihn an die Haute École de Musique de Lausanne geführt, wo er ein Jahr lang bei Größen wie Susanne Abbuehl und Emil Spanyi studierte. Im Jahr 2020 erhält er seinen Master-Abschluss in Jazzgesang mit Auszeichnung, nachdem er bei David Linx, Diederik Wissels, Stéphane Galland und vielen anderen studiert hat.

Bart hat gerade ein Masterstudium in Jazzpädagogik und Komposition an der renommierten Hochschule der Künste in Bern mit Auszeichnung abgeschlossen. Dabei ließ er sich von einigen der weltbesten Musiker wie Andreas Schaerer, Jim Black, Django Bates, Ralph Alessi, Tom Arthurs, Colin Vallon und zahlreichen anderen inspirieren.

Als Komponist hat Bart Musik für seine eigenen Projekte sowie für andere Musiker geschrieben und arrangiert. Er hat Musik für kleine und große Ensembles mit verschiedenen Formen und Gestalten geschrieben, mit Aufführungen in verschiedenen spannenden Settings. Er ist aktiv als Songwriter für verschiedene Singer-Songwriter und Theaterprojekte tätig. Ein Höhepunkt ist die Kreation von Liedern für das Theaterstück Concours Européen de la chanson philosophique, das von 2019-2021 durch Europa tourt.

Als Lehrer teilt Bart seit 2016 seine Begeisterung für Musikpädagogik. Er hat Student:innen und Profis aller Niveaus und Altersgruppen in Gesangstechnik, Interpretation und Songwriting unterrichtet. Er hat die Freude am Leiten von Chören sowie an der Organisation von Masterclasses und Konzerten erlebt. Von 2016-2017 war er im Musikzentrum MyUSIC tätig und unterrichtete danach von 2019-2020 die Jazz-Pop-Rock-Gesangsabteilung der Genkse Academie voor Kunst. Bart gibt derzeit privaten Gesangsunterricht in Bern.

Als Performer war Bart auf der Bühne in verschiedenen Settings zu sehen, von Solo bis Bigband. Seine musikalische Vielseitigkeit hat sich in verschiedenen Musikgenres manifestiert, darunter Klassik, Indie und elektronische Musik. Er erhielt Masterclasses von Norma Winstone, Leïla Martial, Fay Claassen, Kurt Elling, etc. Er ist an der Seite von etablierten Künstlern wie Sheila Jordan, Marilyn Mazur, Wolfert Brederode, Øyvind Hegg-Lunde, Isabelle Olivier, Matthieu Michel, David Linx, Susanne Abbuehl, Fabrice Moreau und anderen aufgetreten. Als Tenor für den Cinematic Art Choir tourte Bart mit den Filmmusik-Giganten James Newton Howard (2017) & Hans Zimmer (2016-2017) durch die größten europäischen Veranstaltungsorte. Auf Einladung der Schweizer Botschaft trat Bart zusammen mit dem Gitarristen Eliott Knuets vor Ihren Majestäten König Filip und Königin Mathilde von Belgien und Seiner Exzellenz dem Bundespräsidenten der Schweizerischen Eidgenossenschaft Ignazio Cassis im Bozar (Brüssel) während des offiziellen Staatsbesuchs am 25. November 2022 auf.

Aktuelles Album

Bart Plugers: Blossom and Blasphemy

Bart Plugers: vocals
Leo Fumagalli: soprano & tenor saxophone
Lenni Torgue: vibraphone
Mirko Maio: piano
Jules Martinet: double bass
Clément Grin: drums

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... Der belgische Sänger Bart Plugers wagt ein poetisches Debüt. Das Album „Blossom And Blasphemy" reicht mit musikalisch individueller Klarheit dabei über den Standard einer Visitenkarte hinaus... - Ralf Dombrowski, Jazzthing

... Von beinahe sakralen Klängen über melodisch angelegte Titel zu freien Passagen, mit Worten oder auch ohne, zeigen er und seine dem Album den Titel gebende Band „Blossom and Blasphemy“, dass Vokal-Jazz absolut nicht an das Great American Songbook gebunden ist. - G. Kösters, NaDann

Der männliche Gesang ist wohl die einzige Sparte im Jazz, bei der die Männer in der Minderheit sind. Davon hat sich der 24-jährige Belgier Bart Plugers allerdings nicht abschrecken lassen. „Gesungen habe ich schon immer“, erzählt er, „aber seit ich zwölf bin, habe ich Unterricht bekommen.“ Frühe Einflüsse für den Teenager waren Chet Baker und Kurt Elling, später kamen europäische Größen wie Theo Bleckmann und Sidsel Endresen hinzu. Mit 18 studiert er in Brüssel bei David Linx, später wechselt er nach Lausanne zu Susanne Abbuehl.

„Der Übergang zum Jazz fühlte sich ganz natürlich für mich an“, berichtet Plugers. „Es gibt nicht so viele männliche Sänger im Jazz, weshalb die Leute oft einen charmanten Entertainer erwarten, was sicher eine problematische Seite hat. Meine Erfahrungen sind dennoch eher positiv, denn das Publikum ist einfach neugierig, was ich da eigentlich tue.“

In Lausanne schlägt auch die Geburtsstunde seiner Band Blossom & Blasphemy, in der der Saxofonist Leo Fumagalli, der Pianist Mirko Maio, der Vibraphonist Lenni Torgue sowie Jules Martinet und Clément Grin an Bass und Schlagzeug seine Partner sind.

„Ich wollte eine Band formen, die die Songs in meinem Kopf mit Leben erfüllen kann“, formuliert Plugers seinen Anspruch. „Dafür war es wichtig, dass wir uns sowohl musikalisch als auch menschlich verstehen. Ich wollte eine etwas größere Besetzung mit diesen Instrumenten, denn sie schienen mir mit meiner Musik gut zu korrespondieren. Es gibt aber auch einen regen intellektuellen Austausch jenseits der Musik bei uns.“

Die sieben Songs des Debüt-Albums - bis auf „Lucid“, das Jules Martinet geschrieben hat, stammen sie alle aus der Feder Plugers’ - führen das Publikum in eine einzigartige Klangwelt, die von lyrischer Intimität, aber auch von zupackender Intensität geprägt ist.

„Ich habe mit der Vorstellung jedes einzelnen Musikers im Kopf komponiert“, weiß Plugers, „und konnte dadurch später auch sehr präzise arrangieren.“

Plugers, der mit Worten genauso gut singen kann wie ohne, hat sich für einen sinnlichen Bandnamen entschieden, der gleichzeitig auch seinem Album den Titel gibt. „‚Blossom & Blasphemy‘ war der erste Song, den ich für diese Band geschrieben habe“, stellt er zunächst einmal ganz lapidar fest. „Ich habe mir in meinem Kopf ein Gemälde vorgestellt, das stark von den alten flämischen Meistern des 17. und 18. Jahrhunderts inspiriert war. Auf diesem Bild findet das ganze Leben statt und das versuche ich in dem Song zu beschreiben. Der Name lebt natürlich von dem starken Kontrast der beiden Begriffe, das Starke und das Leichte, und sie klingen auch einfach gut.“

Die impressionistische Farbenpracht der Band lenkt dabei niemals von den Texten ihres Sängers ab, oftmals führt sie aber innerhalb eines Songs immer wieder auf neue Wege, lässt Raum für Soli und ändert Rhythmus und Harmonien. „Meine Texte sollen einerseits sehr präzise und genau sein“, hat Plugers sich zum Ziel gesetzt, „andererseits aber auch Platz für die Vorstellungskraft des Zuhörers lassen.“

Packende Unisono-Passagen mit Klavier oder Vibraphon wechseln sich in Songs wie „She Wakes the Sun“ oder „I Promise You the Sea“ immer wieder mit kammerjazzigen Klanglandschaften ab, die subtil mit elektronischen Elementen durchsetzt sind. Zum Schluss des Albums liefern Plugers und seine Band mit „Weberhard“ eine Hommage an einen Großmeister des europäischen Jazz ab, die aus leisen Tönen zu Beginn eine kraftvolle Vision kreiert, bei der alle Musiker zu einer Einheit verschmelzen, die ihresgleichen sucht.

„‚Weberhard‘ ist natürlich mein ganz persönlicher Tribut an Eberhard Weber, der ein wichtiger Einfluss für mich war“, stellt Plugers klar. „Der Song arbeitet stark mit Ostinati und modalen Figuren. Die Spoken-Word-Passage ist allerdings von Sylvia Plath beeinflusst, deren Lyrik sehr poetisch ist, aber immer wieder auch Worte benutzt, die einen durch ihre Präzision geradezu verblüffen.“

Diskographie

  • Bart Plugers, Blossom and Blasphemy, DoubleMoon Records 2022, Debut

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