Caixa Cubo

Caixa Cubo Photo
Caixa Cubo, Photo: Gal Oppido

Biographie

Caixa Cubo ist ein Jazz-Fusion-Trio, das an eine Strömung der brasilianischen Musik anknüpft, die in den 70er Jahren von Azymuth verkörpert wurde.

Caixa Cubo ist eines der bedeutendsten Klaviertrios der modernen brasilianischen Jazzszene. Die von Henrique Gomide ( Keys), Noa Stroeter (akustischer und elektrischer Kontrabass) und João Gabriel Fideles ( Drums) gebildete Gruppe, die sich weder von Modeerscheinungen noch vom Musikmarkt leiten lässt, besteht jetzt bereits seit elf Jahren.

Das Trio erkundet reiche rhythmische brasilianische Musiklandschaften und kombiniert sie mit modernen Jazz-Trends. Auf einem absolut autonomen und kohärenten Weg spielen die Musiker von Caixa Cubo, was sie wollen, was sie bewegt. Ob sie sich auf experimentellere Klänge einlassen, wie bei den Elektro-Alben Saturno, Quartzo und CANIL_ oder auf persönliche Neuinterpretationen des zeitlosen Repertoires brasilianischer Musik, wie bei den Alben Misturada und Enigma - A Música de Garoto.

Das letzte Album Angela des Trios wurde von BBC6, Bandcamp, Gilles Peterson und anderen zu einem der besten Alben des Jahres 2020 gewählt.

Caixa Cubo tourt seit 2011 regelmäßig durch Europa und trat unter anderem bei Jazz à Vienne (Frankreich), Riverboat Jazz Festival (Dänemark), Auditório Ibirapuera (Brasilien), Jazzkeller Frankfurt (Deutschland) und Centro Cultural Franco Moçambicano (Mosambik) auf und teilte die Bühne mit Musikern wie Tony Lakatos, John Rucco, Yamandu Costa und Paulo Belinatti. Laut Wolfgang Sandner, Biograf von Miles Davis und Keith Jarrett, "können die drei nach mehr als zehn Jahren gemeinsamen Musizierens als Trio offenbar die musikalischen Gedanken des anderen lesen (...) Ein Zusammenspiel, das selten so perfekt geboten wird" (FAZ, 15.05.2019).

Henrique Gomide - keys
Noa Stroeter - bass
João Fideles - drums
Special Guest on Jazzahead!: Zé Leônidas - voice and guitar

Aktuelles Album

Caixa Cubo - Angela

Caixa Cubo - Angela

Henrique Gomide: keys
Noa Stroeter: acoustic and electric double bass
João Gabriel Fideles: drums

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Die von Henrique Gomide, Noa Stroeter und João Gabriel Fideles gegründete Gruppe lässt sich weder von Modeerscheinungen noch vom Musikmarkt leiten und geht in ihr elftes Jahr.

Auf einem absolut autonomen und kohärenten Weg spielen die Musiker von Caixa Cubo, was sie wollen, was sie bewegt. Ob sie sich auf experimentellere Klänge einlassen, wie in den elektrischen Alben Saturno, Quartzo und CANIL_ oder in persönlichen Neuinterpretationen des zeitlosen Repertoires der brasilianischen Musik, wie in den hervorragenden Alben Misturada und Enigma - A Música de Garoto.

Angela
Das neueste Album der Gruppe Angela (Heavenly Records) wurde von Fachkritikern gelobt und steht auf der Liste der besten Alben des Jahres 2020, wie BBC6, Worldwide FM und DJ Gilles Petterson berichten.

Das im Dezember 2018 aufgenommene Album mit dem Sänger Zé Leônidas an den Palavras enthält neben den Eigenkompositionen der Gruppe auch Bearbeitungen von Songs wie Baião Malandro von Egberto Gismonti und Dark Prince von Geri Allen.

In den letzten Jahren hat das Trio seine Zeit zwischen Brasilien und Europa aufgeteilt, nachdem es Stipendien für ein Studium am Königlichen Konservatorium in Den Haag (Niederlande) erhalten hatte.

Sie sind an vielen renommierten europäischen Orten und Festivals aufgetreten, darunter Jazz à Vienne Festival (Frankreich), Anton Philip Hall (Den Haag), A-Trane (Berlin), Riverboat Festival (Dänemark) und andere in Paris, Brüssel, London, Birmingham, Lissabon und Rotterdam. Sie traten auch in Maputo, Mosambik, sowie an renommierten Veranstaltungsorten in Brasilien auf, hauptsächlich in Sao Paulo (Auditório Ibirapuera, SESC Consolação, Museu da Casa Brasileira).

Über Caixa Cubo und das Album sagte der britische DJ, Rundfunksprecher, Produzent, Autor und Jazzliebhaber Patrick Forge:
‚Früher war es so, dass die jungen Brasilianer ihr musikalisches Erbe entweder gar nicht kannten oder verachteten, so allmächtig war der "Baile Funk" und der Einfluss ausländischer Musik. Ein verwirrendes Rätsel für Leute wie mich, die in diesen Traditionen so viel zu schätzen wissen, vor allem in den 60er und 70er Jahren, als die brasilianische Musikkultur eine Apotheose der Kreativität erreichte.

In den letzten Jahren war es sehr erfreulich, eine Renaissance dieser musikalischen Werte mitzuerleben, da eine junge Generation von Musikern, die mehr mit den weltweiten Trends verbunden ist, auch versucht hat, sich wieder mit ihrer eigenen Tradition zu verbinden. Brasilianische Musiker haben ein einzigartiges Gefühl, vielleicht ist der Samba buchstäblich in ihre DNA eingedrungen, denn egal, welchen Stil oder Ansatz sie wählen, die Musik hat immer eine indigene Qualität.

Ihr Sound hat etwas so Grundsätzliches und Reines an sich, die Interaktion klingt frisch und spontan, intim und echt. Dies ist eine Aufnahme, die auch bei wiederholtem Hören noch Freude bereitet, so gut und anmutig ist ihr Spiel. Der einzige Gesangstitel Palavras (mit Ze Leonidas) ist eine betörende Schönheit, die an Milton Nascimento und das Beste der melodischen und harmonischen Traditionen Brasiliens erinnert. Ihre Version von Egbert Gismontis Baiao Malandro überträgt den schrägen Funk eines der größten brasilianischen Komponisten in eine leichter verdauliche zeitgenössische Form, ohne dabei etwas von seiner verrückten Brillanz zu verlieren. Ein Triumph, der Fans von Yussef Kamaal und der jüngeren Generation von Jazzkonvertiten ebenso gut gefallen wird wie erfahrenen alten Hasen wie mir.

Diskographie

  • Angela, Heavenly Records, 2020
  • Saturno, 2018
  • Enigma - A Música de Garoto, Pau Brasil, 2018
  • Misturada, Pau Brasil, 2014
  • Quartzo, 2013
  • CANIL_, 2013
  • 2012, 2012

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