Johannes Barthelmes

Jo Barthelmes Photo
Jo Barthelmes, Photo: Bernd Kumar

Biographie

Johannes „Jo“ Barthelmes (*1953 in Speyer) ist ein in Berlin-Kreuzberg ansässiger deutscher Musiker (Saxophon, Komposition) und Fotograf.

1989 mit dem SWF-Jazzpreis
1994 Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Vierteljahresliste)
für “Trane’s Tree“
1998 Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Vierteljahresliste)
für „For Her“
nach fast 2 Jahrzehnten “Zwangspause“ und ohne in dieser Zeit ein Instrument zu besitzen kommt der international renommierte Musiker im Jahr 2020 endlich zurück auf die Bühne.

Leben und Wirken
Johannes Barthelmes studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Österreich, Hauptfach Saxophon (Klassik und Jazz).
Er leitete seit Anfang der 1990er Jahre eigene Bands und konzertierte weltweit u.a. im Duo mit dem Pianisten Uli Lenz, mit dem er die CDs “Konzert der verlorenen Söhne“ und “Trane's Tree“ veröffentlichte.
Bei einem seiner letzten Konzerte für so viele Jahre, war in einer Konzertkritik folgendes zu lesen: “...seine Musik kommt von da wo man nur noch fühlen kann... Johannes Barthelmes macht eben nicht diesen netten Candle-Light-Dinner-Jazz, den man ganz schön findet und dann schnell wieder vergisst. ...“

Produktionen mit:
Hannibal Marvin Peterson tp (USA), Idris Muhammed dr (USA), Billy Hart dr (USA), Ronnie Burrage dr (USA), Charles Tolliver tp (USA),
Vladimir Tarasov dr (LTU), Furio di Castri b (I), Vitold Rek b (PL),
Nigel Hitchcock as (GB), Günter Lenz b (D), Uli Lenz p (D),
Bardo Henning p (D), Cindy Blackman-Santana dr (USA),
Gary Valente tb (USA), Santi Debriano b (USA), Elliot Sharp g (USA),
Bill Bickford g (USA), Joanne Brackeen p (USA), etc

Pressestimmen:
„Johannes Barthelmes spielt ein geradezu geiles Tenor, er hat einen großartigen, mächtigen Ton, einen mitreißenden Vortrag, er hat Feuer, Technik, Ideen...“ (so der Musiker und Kritiker Volker Kriegel 1997 in der FAZ)
rororo-Jazzlexikon: “...Unter den europäischen Saxophonisten mit Bezug auf John Coltrane zählt Johannes Barthelmes zur ersten Garnitur.“
Der Jazzpublizist Ulrich Olshausen zählt seine Duo-Einspielung “Konzert der verlorenen Söhne“ (1992) mit dem Pianisten Uli Lenz zu den besten Produktionen des deutschen Nachkriegsjazz“.

Der “Jazzpapst“ Joachim-Ernst Berendt schreibt am 27.02.1992: „Lieber Johannes Barthelmes, danke für Eure wirklich tollen Duos (“Konzert der verlorenen Söhne“, 1992). Der sogenannte “Zufall“ brachte es mit sich, dass ich Eure Musik am gleichen Tag hörte wie Stan Getz´ letztes Duo-Album und ich hatte wirklich nicht das Gefühl, dass Eure Musik sich in dieser Nachbarschaft verstecken müsste. ...“

Aktuelles Album

Jo Barthelmes Hipnosis - Pasión O Muerte

Jo Barthelmes Hipnosis - Pasión O Muerte

Johannes Barthelmes - saxophones
Davide Incorvaia - piano
Carmelo Leotta - bass
Paolo Eleodori - drums

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“ ...exzellentes, intensives Comeback-Album von Johannes Barthelmes. Es ist erstaunlich über wieviel Power, über wieviel Glanz und Leidenschaft sein Spiel verfügt... “
(Matthias Wegner, Deutschlandradio Kultur 10.05.2021)

Nach zwanzig Jahren musikalischer Enthaltsamkeit, gesundheitlichen Problemen geschuldet, gründete Johannes Barthelmes eine neue Band. Das Quartett Jo Barthelmes Hipnosis mit den italienischen Musikern Davide Incorvaia (Piano), Carmelo Leotta (Bass) und Paolo Eleodori (Schlagzeug) legte mit “pasión o muerte“ im April 2021 ein neues Album vor, das von der internationalen Kritik mit Begeisterung aufgenommen wird.

der Jazzjournalist und Musikkritiker Bert Noglik am 25.04.2021: “...sehr beeindruckend, sehr leidenschaftlich und stark - Jazz mit großen Emotionen, wie er heute fast rar geworden ist“ bezeichnet wurde.

Wolf Kampmann schreibt im JAZZthing (Juni – August 2021):
“ die Jazzsensation des Frühjahrs ist wohl die Rückkehr eines Berliner Szenetitanen. Nach 20-jähriger Konzentration auf andere künstlerische Felder feiert Saxofonist Johannes Barthelmes sein Comeback. Auf "PASIÓN O MUERTE" (Unit/Membran) feuert er coltranesken Powerjazz ins Universum, bei dem seine ungebrochene Klasse auf dem Saxofon voll zur Geltung kommt. Es fühlt sich an, als wäre er nie weg gewesen.“

Diskographie

  • 2021: pasión o muerte (Unit/Membran UTR 4987)
  • 1999: Kyria (bardo musik BCD 005)
  • 1997: For Her - The gentle side of Johannes Barthelmes (Lagerhaus Music LMCD 001)
  • 1996: Blues for George (Bellaphon CDLR 45113)
  • 1993: Trane’s Tree (Konnex KCD 5057 / BISS)
  • 1992: Konzert der verlorenen Söhne (Konnex KCD 5035)
  • 1991: Crossing (Ear-Rational ECD 1023)
  • 1990: Kiss on the Bridge (Ear-Rational ECD 1020)
  • 1988: Dost (Konnex KCD 5018)
  • 1985: Serene Live (WOM 66.23826)
  • 1982: An Anna Blume (Metronome 006.544)

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