Matti Klein Soul Trio

Matti Klein Soul Trio Photo
Matti Klein Soul Trio, Photo: Rob Stirner

Matti Klein Soul Trio

Der Mann beherbergt einen kompletten Bassisten in seiner linken Hand, ist mit dem Groove auf Du und fürchtet auch die ungeraden Taktarten nicht: Matti Klein bewegt mit seinem Matti Klein Soul Trio die Clubs und Hallen nicht nur hierzulande schon seit einer geraumen Weile. Der Berliner Pianist hat sich gänzlich analog aufgestellt und spielt neben dem Flügel klassische E-Pianos von Rhodes und Wurlitzer – ein klares Statement. Wichtiger Teil des Klein'schen Markenkerns ist dabei sein Fender Rhodes Piano Bass mit der markanten orangen Haube. Der weiche, knorzige Klang der kleinen Kiste (wer denkt nicht an Ray Manzarek von den Doors) macht natürlich nicht allein den Signature-Sound des Trios aus. Bläser Lars Zander spielt neben dem Sax auch Bassklarinette, der er unverdrossen mit allerlei Effektgeräten auf den Pelz rückt. Bisweilen übernimmt er die Bassrolle des Pianisten, damit der sich solierend frei machen kann. Drummer André Seidel, schon beim Vorläufer Mo’ Blow mit dabei, sichert souverän den Beat ab und setzt auch als Solist eigene Akzente.

Bevor Matti begann, unter seinem eigenen Namen zu segeln, war er bereits längere Zeit auf den Weltmeeren der gepflegten musikalischen Unterhaltung unterwegs. Angeheuert hat er unter anderem bei Ed Motta und Herbert Grönemeyer, mit Nils Landgren und Torsten Goods hat er die Bühne geteilt. Seit 2007 drückte Matti dann die Tasten bei Mo’ Blow, einer Band, die ein gutes Jahrzehnt fleißig tourte und ebenfalls dem Groove huldigte. Nach dem Ende dieses vielgelobten Quartetts in 2016 geht es dann 2017 mit dem ganz eigenen Ding, dem Matti Klein Soul Trio weiter.

Gelegentliche Verstärkung erfährt die groovende Dreifaltigkeit aktuell durch Vokalisten wie Max Mutzke oder Pat Appleton, die den Rückenwind der Combo für ihre Gesangsperformance nutzen.

Die Musik der Band - warm, groovy, treibend und teilweise ekstatisch - wurzelt tief im Souljazz der 60er und 70er Jahre, klingt dabei trotzdem zeitlos frisch und macht dem Trio ganz offensichtlich größten Spaß. Genau so wollen wir es haben!

Diskographie

2008: Mo’ Blow: Funkatristic (Neuklang)
2010: Peter Tenner Jazz Orchester; 10117 Berlin (Mons Records)
2011: Defne ŞahinYaşamak (Double Moon Records)
2011: Mo’ Blow For Those About to Funk (ACT)
2011: Herbert Grönemeyer: Schiffsverkehr (EMI Music)
2013: Mo’ Blow Gimme the Boots (ACT)
2015: DePhazz Garage Pompeuse – The Berlin Session – (Edel)
2016: Mo’ Blow Live in Berlin with Special Guests (ACT)
2017: Edward Maclean: Me & You (r3w records)
2020: Matti Klein Soul Trio (Shuffle Shack)
2021: Matti Klein Soul Trio: Soul Trio Live On Tape (Shuffle Shack)

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