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SirBradley und AIM Trio – Auf die Mischung kommt es an!

Aktualisiert: vor 5 Minuten

Was macht einen gelungenen Konzertabend aus? Für uns ist die Antwort klar: Überraschungen. Unterschiedliche musikalische Perspektiven. Und Künstler:innen, die sich mit ihrer eigenen Sprache auf die Bühne stellen.

Genau das durften wir beim letzten JAZZ IN DEN GÄNGEN erleben.

Den Auftakt machte das AIM Trio mit Pouya Abdi an der Gitarre, Paul Imm am Kontrabass und Rafa Müller am Schlagzeug. Drei Musiker aus unterschiedlichen Ländern und Generationen, die auf der Bühne eine beeindruckende Selbstverständlichkeit miteinander teilen.

Mit einer Auswahl aus dem Great American Songbook, modernen Jazzkompositionen und eigenen Stücken entfaltete das Trio einen warmen, transparenten und vollkommen akustischen Klang. Ganz ohne große Effekte entstand eine Musik, die den Raum füllte und das Publikum mit jedem Stück tiefer in ihre musikalischen Geschichten hineinzog.

Ein besonderer Moment war die musikalische Begegnung mit Samantha Wright, Klarinettistin von SirBradley. Gemeinsam mit dem AIM Trio entstanden neue Klangfarben und ein lebendiger Dialog zwischen Showcase und Main Act, genau jene Verbindung, die JAZZ IN DEN GÄNGEN ausmacht. Ob Eigenkomposition oder Jazzstandard, alles wirkte organisch, fein verwoben und mit großer Sensibilität gespielt.

Das Publikum war bereit.

Und dann kam SirBradley.


Was eben noch intime Kammermusik war, verwandelte sich innerhalb weniger Minuten in einen musikalischen Orkan. Sieben Musiker:innen betraten die Bühne – und klangen zeitweise wie eine kleine Bigband. Maria Rothfuchs (Bass, Komposition), Samantha Wright (Klarinette), Doro Offermann (Saxophon), Rainer Sell (Posaune), Catharina Boutari (Gesang), Danica Hobden (Gitarre) und Annette Kayser (Schlagzeug) formten einen Sound, der gleichzeitig kraftvoll, verspielt, politisch und zutiefst emotional war.

SirBradley macht keine Musik, die nebenbei läuft. Die Band fordert Aufmerksamkeit, überrascht mit unerwarteten Wendungen und verbindet Modern Jazz, Avantgarde, Indie-Pop und freie Improvisation zu einer ganz eigenen Klangsprache. Die Kompositionen vibrierten vor Energie, während die Texte mal zum Nachdenken anregten, mal schmunzeln ließen und immer Haltung zeigten.


Dabei war eines besonders ansteckend: die Spielfreude. Die Energie auf der Bühne übertrug sich unmittelbar auf das Publikum. Kraftvoll, humorvoll, mutig und voller musikalischer Neugier zeigte die Band, wie lebendig und grenzenlos zeitgenössischer Jazz heute sein kann.

Genau diese Mischung macht JAZZ IN DEN GÄNGEN aus. Unterschiedliche Generationen, verschiedene kulturelle Hintergründe und musikalische Ansätze treffen aufeinander und schaffen gemeinsam einen wunderbaren Konzertabend.

Mit diesem großartigen Doppelkonzert verabschieden wir uns in die Sommerpause.

Danke an das AIM Trio, danke an SirBradley und danke an unser wunderbares Publikum.

Ahoy – wir sehen uns im September wieder!

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