Efrat Alony

Efrat Alony Photo
Efrat Alony, Photo: Carola Schmidt

Biographie

Efrat Alony ist eine vornehmlich in Deutschland wirkende und in den letzten Jahren vor allem als Jazzsängerin aktive israelische Sängerin, Komponistin und Gesangspädagogin.

Als Tochter irakischer Einwanderer in Haifa geboren, wuchs Efrat Alony in Israel auf. Dort begann sie ihr Studium in Komposition und Gesang, das sie später in den USA, am Berklee College of Music in Boston fortsetzte und in Berlin an der „Hochschule für Musik Hanns Eisler“ abschloss. Parallel zu einer erfolgreichen Karriere als Band-Leaderin trat Efrat als Feature-Vokalistin und Komponistin mit Bigbands wie z.B den Sunday Night Orchestra, mit dem UMO Helsinki Jazz Orchestra, mit dem Ed Partyka Jazz Orchestra, dem Jazz Orchestra Concertgebouw oder mit der Bigband des Hessischen Rundfunks auf.

Aktuelles Album

Efrat Alony - Hollywood isn’t calling

Efrat Alony - Hollywood isn’t calling

Efrat Alony: vocals
Frank Wingold: guitar
Henning Sieverts: bass

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Die preisgekrönte israelische Sängerin und Komponistin Efrat Alony gehört schon längst zu eine der wichtigsten Stimmen des europäischen Jazz.

Ihr neuestes Album Album „Hollywood Isn’t Calling“ wurde für den Deutschen Jazzpreis 2022 als bestes Vokalalbum nominiert und der Titel „My shorthand Modes of Perception“ als beste Komposition.

„Auf den Titel des Albums kam Efrat Alony durch eine witzige Geschichte, in der sie vom „Artemis Women in Action Film Festival 2019“ Los Angeles die Nachricht bekam, einen Preis für ihre Komposition gewonnen zu haben. Eine gleichzeitig lustige und absurde Gegebenheit, die Efrat Alony inspirierte das Ganze mit Humor zu nehmen – wenn Hollywood doch nicht anruft, dann muss sie eben selbst nach dem Megaphon greifen, um ihre Botschaft in die Welt zu bringen.

Mit „Hollywood istn’t calling“ begeht Efrat Alony mit ansteckender Lust Grenzgänge und Gratwanderungen. Hier liefert sie ihre einzigartige Interpretation von „the Spirit of Jazz“ – poetische und engagierte Texte werden in einem eigenen, energetischen und beschwingten Modern Jazz wiedergegeben.

Wie oft in ihrer Arbeit beschäftigt sich Efrat Alony mit Gegensätzen – in Hollywood Isn't Calling bringt sie ein ungewöhnliches Paar gemeinsam an einen Tisch: Humor und Tiefgang, die im Laufe des Storytellings des Albums immer weniger widersprüchlich erscheinen .“Tiefgang wird dem Zuhörer hier mit einem nachdenklichen Blick näher gebracht – der Humor hingegen ist sprunghaft und entwaffnend. Mit dem einen spricht sie wichtige gesellschaftliche und politische Themen an; mit dem anderen schöpft sie Energie und Kraft, um wiederum die Ernsthaftigkeit dieser Themen zu ertragen Aus diesem Wechselspiel entsteht eine Leichtigkeit, die Alonys Poesie noch dynamischer zu entfalten scheint. Ihre starke seelenvolle Stimme vermag mühelos in unterschiedlichste Figuren und Emotionen zu schlüpfen, die beständig neue Formen annehmen. Die kompositorische Vielfalt des Albums begleitet Alonys Stimme und Vision perfekt. Scat Passagen und klassischer Jazzgesang wechseln sich nahtlos ab, feinfühlige Soloarrangements brechen durch kraftvolle Instrumentierungen. Mit „ My Shorthand Modes of Perception“ , einem der engagierteren Texte des Albums, möchte sie beim Zuhörer Denkanstöße auslösen – der Mensch hätte viel zu gewinnen, wenn er weniger in Schubladen denken und die eigenen Vorurteile und Komfortzone verlassen würde. In El Ha-Or bekennt sich Alonys zu dem Licht – egal wie düster die Welt erscheint, wie verlassen man sich von selbsternannten Leadern fühlt – die Suche nach dem Licht, so winzig es auch sein mag, wird zur lebenswichtigen Aufgabe.“ (WILDKAt) 2021

Mit „Hollywood isn’t calling“ Efrat Alony einen neuen Weg beschritten, den das Quartett Frank Wingold ( guit) , Henning Sieverts ( bass) und Heinrich Koebberling (drums) miteinander teilt. Die vier verbindet seit Jahren eine kreative und kommunikative „Werkstatt“. Alle haben sowohl „klassische bis zeitgenössische Musik-Wurzeln“ als auch ihre Heimat im Jazz. An der Schnittstelle machen sie mit „Hollywood isn’t calling“ eine innovative Creation in der Stylistik auf, die ihres gleichen sucht.

Diskographie

  • Hollywood isn’t calling, Neuklang 2021
  • Seabstian Böhlen Trio featuring Efrat Alony 2017
  • Best of „Barock and Jazz Reihe“ im „Bird‘s eye“ Basel 2016
  • „Nein, lieber Mensch so nicht“ – eine Freiheitskantata für Martin Luther 2015
  • „Cuantame“ - Izabella Effenberg featuring Efrat Alony- Unit Records 2014
  • „Waves“ - Daniel Stickan und Uwe Steinmetz featuring Efrat Alony 2013
  • A kit for mending thoughts, Enja 2012
  • „Beyond Words“ - Ulrich Drechsler trio featuring Efrat Alony, Enja 2012
  • Ed Partyka's Jazz Orchestra featuring Efrat Alony “Songs for love lost” 2011
  • Dismantling Dreams, Enja 2009
  • New Jewish Folk Songs, Die HR Bigband featuring Efrat Alony 2009 Overcast – The Sunday Night Orchestra featuring Efrat Alony Dirigent: Ed Partyka 2008
  • Unarmed and Dazed, Enja 2006
  • Unravelling, Intuition Records 2005
  • Sunday Night Orchestra playing the music of and featuring Efrat Alony Dirigent: Ed Partyka 2004
  • Merry Go Round, ZYX MusiK 2002

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