Brekky Boy

Brekky Boy Photo
Brekky Boy, Photo: Anna Zrnic

Biographie

Brekky Boy sind ein Piano-getriebenes Instrumental-Trio aus Sydney, das in Jazz-Bars und auf Berggipfeln spielt.

"Es gibt kaum etwas Schöneres, als etwas zu hören, das einen völlig überrascht - so wie die Musik, als man 16 war. Brekky Boy tut das." - John Shand, Sydney Morning Herald.

Die für den Montreux Jazz Award nominierten Brekky Boy sind ein pianogetriebenes Powerhouse-Jazz-Rock-Trio aus Sydney, Australien. Mit Einflüssen von Künstlern wie Tigran Hamasyan, GoGo Penguin, Robert Glasper und Phronesis hat das Instrumentalensemble einen lebendigen, originellen Sound entwickelt, der Elemente von Jazz, Rock, Minimalismus und Folk enthält. In Kombination mit einer fesselnden Live-Show hat sich Brekky Boy als einer der aufregendsten jungen Acts in der australischen Jazz-/Instrumental-Szene etabliert, den es zu beobachten gilt.

Im Jahr 2019 wurde das Projekt vom Montreux Jazz Festival ausgewählt, um an den Montreux Talent Awards teilzunehmen. Darüber hinaus wählte die Montreux Jazz Artists Foundation Brekky Boy aus, um die offizielle Montreux Jazz Festival House Band 2019 zu bilden, die 16 Nächte lang eine der prestigeträchtigsten Jam-Sessions der Welt moderiert und neben Künstlern wie Shania Twain, Jacob Collier, Tom Jones, Christian Scott, Lizzo und Quincy Jones auftritt. Im selben Jahr traten sie auch als Vorgruppe des Blue Note-Künstlers Ambrose Akinmusire beim Melbourne International Jazz Festival 2019 in Melbourne auf.

In diesem Jahr wird Brekky Boy im Frühjahr/Sommer durch Europa touren und unter anderem bei der jazzahead! in Deutschland und der Tallinn Music Week in Estland auftreten.

Aktuelles Album

Brekky Boy - Setsuko

Brekky Boy - Setsuko

Taylor Davis: piano
Rob Hamilton: double bass
Liam Hogan: drums

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Brekky Boy auf den Punkt gebracht: Das ist ein von Piano und Drums generierter Power Sound auf rockiger Basis. Wer beim Hören des Albums Assoziationen an die wilde Sturm- und Drangphase des Jazz-Rocks alias Rock-Jazz der frühen 70-ziger Jahre hat, der liegt nicht verkehrt. Der überwiegende Sound von Setzuko besticht durch seinen geradlinigen Drive mit gnadenloser Power der Drums, wie ihn z.B. das John McLaughlin Orchestra ihren damals jugendlichen Hörern um die Ohren schlug. Ein wesentlich Unterschied besteht im stimmführenden Instrument. Damals war es die E-Gitarre von Meister McLaughlin, heute ist es das Piano von Taylor Davis.

Die Titel im Detail

Husavik
Die Einführung ins Thema obliegt dem Piano, welches nur leicht variiert wird. Diese minimalistische Grundhaltung durchzieht das ganze Stück sowie die meisten anderen Titel der CD. Die Drums sorgen für den rhythmischen Antrieb, während der akustischen Bass seinesgleichen wohl tut, aber kaum als Einzelstimme wahrzunehmen ist. Das Piano in Handeinheit mit dem Schlagzeug sind wesentlich für den Sound.

Auch der Titel Sagarmatha verbleibt in dieser kraftstrotzenden Klangwelt. Gleiches kann für das Stück Weird Fishes/Aripeggi gelten. Die Drums klopfen den Takt, weisen den Weg zum geradlinigen Beat. Gleichermaßen produziert das Klavier seine Anschläge. Das Spiel des Trios verbleibt rhythmisch im Rock, melodisch mit nur wenigen Variationen des Themas. Das ist Minimalismus pur, weniger geht nicht. Zum Schluss noch ein Break mittels High Energy Drumming.

Auch das Titelstück Setzuko reiht sich in den Klangcharakter der bisherigen Titel ein. Ein Motiv des Pianos, akzentuiert wie einfach gehalten, reduziert sich auf eine Ostinato-Figur. Jetzt dringt der Bass von Rob Hamilton auch mal durch. Der fristete bisher ein Schattendasein, kaum erkennbar, dass es sich um einen Kontrabass handelt. Das Spiel von Pianist Taylor Davis wird bewegter in seinen Läufen. Zusammen mit dem Schlagzeug von Liam Hogan stehen die beiden Musiker mit ihren Instrumenten im Vordergrund des Geschehens, prägen dominierend den Sound von Setzuko.

Als Balladen oder ein wenig verträumt klingende Titel, entpuppen sich die Stücke Hiraeth und Mae Chaem. Ersteres hat nichts vom wuchtigen Sound der oben aufgeführten Themen. Fast lyrisch präsentiert sich das Piano, begleitet von Spielereien des Keyboards. Gelegentlich ein Schnitt, eine kleine Überraschung, die sich als Gags und Mätzchen erweisen, etwas für die Fans von neckischen Elektro-Sounds.

Mae Chaem kommt balladenhaft daher. Die Einführung ins Thema ist Sache des Pianos, welches es in gewohnter Weise minimalistisch variiert. Hier kommt auch der akustische Bass stärker zum Tragen, kann auch den Klangcharakter der Ballade verstärken.

Eine Ausnahmen bildet der Titel Flims, der eine Komposition von The Bad Plus ist. Nicht wesentlich anders tönt die Version von Brekky Boy und soll wohl nur die große Verehrung für die rhythmisch wie harmonisch verqueren Vorbilder kundtun.

Text: Cosmo Scharmer

Diskographie

  • Setsuko, 2021
  • Sagarmatha, 2019
  • Sundog, 2018

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